Medizin

Ein Bluttest sieht das Risiko zehn Jahre im Voraus.

☀ 22. Juli 2026 #GuteNachrichten
Eine Hand hält ein kleines Blutprobenröhrchen sanft ins warme Fensterlicht auf einem Holztisch in einer ruhigen Praxis, im Hintergrund unscharf eine analoge Uhr als Sinnbild für den zeitlichen Vorsprung

Ein einfacher Bluttest könnte künftig zeigen, wer schon Jahre vor den ersten Symptomen ein hohes Alzheimer-Risiko trägt.

Auf der Alzheimer's Association International Conference (AAIC) 2026 stellten Forschende eine Studie vor, die zeitgleich im Fachjournal JAMA erschien: Ein Bluttest misst den Biomarker p-tau217 — ein Eiweiß, das bei beginnender Alzheimer-Erkrankung schon früh im Blut ansteigt.

Bei kognitiv gesunden älteren Menschen mit sehr hohen p-tau217-Werten lag das Risiko, innerhalb von fünf Jahren eine kognitive Beeinträchtigung zu entwickeln, bei rund 38 % — nach zehn Jahren stieg es auf bis zu 78 %. Wer niedrige Werte hatte, trug ein deutlich geringeres Risiko.

78 %
Risiko für kognitiven Abbau innerhalb von 10 Jahren bei sehr hohen p-tau217-Werten im Blut.

Der große Vorteil: Statt aufwändiger Hirnscans reicht künftig eine einfache Blutabnahme, um Risikopatienten früh zu erkennen — lange bevor erste Symptome auftreten. Das eröffnet die Chance, Betroffene gezielt in Studien zu neuen, vorbeugenden Therapien aufzunehmen. 💡

Je früher ein Risiko erkannt wird, desto größer die Chance, den Krankheitsverlauf noch zu beeinflussen.


Quelle: JAMA / Alzheimer's Association International Conference (AAIC) · Juli 2026

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