Auf der Alzheimer's Association International Conference (AAIC) 2026 stellten Forschende eine Studie vor, die zeitgleich im Fachjournal JAMA erschien: Ein Bluttest misst den Biomarker p-tau217 — ein Eiweiß, das bei beginnender Alzheimer-Erkrankung schon früh im Blut ansteigt.
Bei kognitiv gesunden älteren Menschen mit sehr hohen p-tau217-Werten lag das Risiko, innerhalb von fünf Jahren eine kognitive Beeinträchtigung zu entwickeln, bei rund 38 % — nach zehn Jahren stieg es auf bis zu 78 %. Wer niedrige Werte hatte, trug ein deutlich geringeres Risiko.
Der große Vorteil: Statt aufwändiger Hirnscans reicht künftig eine einfache Blutabnahme, um Risikopatienten früh zu erkennen — lange bevor erste Symptome auftreten. Das eröffnet die Chance, Betroffene gezielt in Studien zu neuen, vorbeugenden Therapien aufzunehmen. 💡
Je früher ein Risiko erkannt wird, desto größer die Chance, den Krankheitsverlauf noch zu beeinflussen.