2025 simulierten Forscher mit einem Quantencomputer ein sogenanntes „Spin-Glas" — ein chaotisches System winziger atomarer Magnete. Der Versuch lief auf D-Waves Advantage2-Annealer mit tausenden Qubits und galt als Meilenstein, den nur ein Quantencomputer erreichen könne.
Jetzt hat ein Team des Flatiron Institute (Simons Foundation) und der Boston University genau dieses Problem mit neu entwickelten Tensornetzwerk-Methoden auf gewöhnlicher, vergleichsweise bescheidener Hardware nachgerechnet. Die Methode konzentriert sich auf die wesentlichen Verbindungen im System und wirft überflüssige Information weg — ähnlich wie eine komprimierte Zip-Datei. So lässt sich die gewaltige Rechenaufgabe, die tausende verschränkter Qubits erzeugen, auch klassisch bewältigen.
Wichtig: Das widerlegt keine Quantencomputer — es liefert einen stärkeren klassischen Vergleichsmaßstab, an dem sich echte Quantenvorteile künftig messen müssen. 💡
Ein schönes Beispiel dafür, wie kluge Mathematik manchmal genauso weit trägt wie teure Technologie.