Wissenschaft

Ein 200 Jahre altes Licht-Phänomen verändert die Zukunft.

☀ 14. Juli 2026 #GuteNachrichten
Physiklabor: ein warm-bernsteinfarbener Laserstrahl trifft auf eine kleine runde Scheibe und wirft ein feines, kreisförmiges Interferenzmuster auf einen Schirm dahinter

Ein Laser, eine kleine Scheibe — und ein 200 Jahre alter Trick des Lichts wird zur Zukunftstechnologie.

Ein Effekt, den Physiker seit über 200 Jahren kennen, wird plötzlich zur Zukunftstechnologie. Forscher der Nanyang Technological University in Singapur haben mit dem sogenannten „Poisson-Fleck" erstmals auf verblüffend einfache Weise stabile, komplexe Lichtmuster erzeugt — sogenannte optische Skyrmionen (winzige, verwirbelte Strukturen im Licht).

Der Poisson-Fleck ist ein Klassiker der Optik: Beleuchtet man eine kleine runde Scheibe, entsteht ausgerechnet mitten in ihrem Schatten ein heller Punkt — 1818 beobachtet, ein berühmter Beweis für die Wellennatur des Lichts. Genau dieses alte Phänomen nutzen die Forscher jetzt neu.

200 Jahre
alt ist der genutzte Licht-Effekt — heute die überraschend einfache Basis für optische Skyrmionen.

Bisher brauchte man für solche Lichtwirbel teure Speziallaboranlagen. Jetzt reichen ein Laser und eine kleine Scheibe. Optische Skyrmionen gelten als vielversprechender Baustein für die Datenspeicher, die Kommunikation und die Computer von morgen. 🔬

Manchmal liegt die nächste große Entdeckung nicht in neuer Technik — sondern im neuen Blick auf etwas, das schon 200 Jahre lang vor unseren Augen lag.


Quelle: NTU Singapore · Optica, Juni 2026

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