Wissenschaft

Zellen werden 60 Jahre jünger.

☀ 27. Oktober 2026 #GuteNachrichten
Eine Forscherin im weißen Kittel arbeitet in einem modernen Labor an einem Mikroskop, im Hintergrund unscharf Petrischalen und Laborglas, warmes natürliches Licht, dokumentarischer Stil (KI-Illustration)

Forschende in Bonn haben Blutzellen eines 80-Jährigen so umprogrammiert, dass ihr molekulares Alter danach unter 20 Jahren lag.

Das Team des Universitätsklinikums Bonn und der Universität Bonn, unter Beteiligung der RWTH Aachen, wandelte Vorläufer roter Blutkörperchen direkt in neuronale Stammzellen um, ohne den Umweg über pluripotente Stammzellen. Die epigenetische Uhr, die das biologische Alter von Zellen anhand chemischer DNA-Markierungen schätzt, wurde dabei um mehr als 60 Jahre zurückgesetzt. Die Studie erschien im Fachjournal Aging Cell.

> 100 Tage
lang ließ sich die Verjüngung verfolgen. Frühere Verfahren liefen schneller ab, sodass die einzelnen Schritte kaum zu beobachten waren.

Genau das macht den Ansatz für die Forschung wertvoll: Man kann untersuchen, welche Faktoren und Wirkstoffe die Verjüngung beschleunigen oder bremsen. Eine Therapie für Menschen ist das nicht, sondern ein Labormodell. Es könnte aber helfen, Krankheiten wie Alzheimer besser zu verstehen, bei denen das Alter der wichtigste Risikofaktor ist. 🧬


Quelle: Universität Bonn via ScienceDaily, 21.10.2026 (Studie: Aging Cell, DOI 10.1111/acel.70751)

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