Das brasilianische Weltraumforschungsinstitut INPE meldet im Satellitenprogramm Prodes: In den 12 Monaten bis Juli wurden 3.335 Quadratkilometer Regenwald gerodet. Der bisherige Tiefstwert lag bei 4.571 Quadratkilometern (2011/12). Mitte der 1990er Jahre gingen fast 30.000 Quadratkilometer pro Jahr verloren.
Die Nachrichtenagentur AFP führt den Rückgang auf stärkere Überwachung und härtere Strafen gegen illegalen Holzeinschlag zurück. Auch im Cerrado, der Savanne südlich des Amazonas, sank die Abholzung um rund 24 % auf den niedrigsten Wert seit 2001. Umweltminister João Paulo Capobianco sprach von einem „absolut stratosphärischen Rückgang“. Das Ziel der Regierung: bis 2030 keine illegale Abholzung mehr. Es ist noch nicht geschafft, aber es zeigt: Schutz wirkt, wenn er konsequent durchgesetzt wird. 🌳