Sie heißen „Ewigkeitschemikalien", weil sie kaum abbaubar sind: PFAS stecken in Pfannen, Verpackungen, Outdoor-Kleidung und Löschschaum — und bleiben dort über Jahrzehnte. Ein Forschungsteam der Universität Aarhus in Dänemark hat nun einen überraschend einfachen Hebel gefunden, um sie zu zerstören.
Der Schlüssel ist Licht: Intensives UV-Licht erzeugt aus ganz normalem Wasser hochreaktive Wasserstoff-Radikale. Diese greifen die extrem stabilen PFAS-Moleküle an, lösen Fluoratom für Fluoratom heraus und zerlegen sie Stück für Stück — ganz ohne zusätzliche Chemikalien.
Der eigentliche Durchbruch liegt im Verständnis: Erstmals ist klar, dass die Wasserstoff-Radikale der entscheidende Treiber sind — am besten bei energiereichem UV-Licht unter 300 Nanometern. Noch ist es keine fertige Lösung; der Abbau verläuft langsam, und es entstehen Zwischenprodukte. Doch wer den Mechanismus kennt, kann gezielt grüne, skalierbare Technologien entwickeln, die PFAS wirklich zerstören — statt sie nur zu verlagern. 🔬
Manchmal liegt die Lösung näher, als wir denken.