In dieser Kalbsaison wurden 23 Nordatlantik-Glattwal-Kälber gezählt — so viele wie seit 2009 nicht mehr. Für die stark gefährdete Art, deren Bestand seit Jahren schrumpft, ist das ein seltener Lichtblick. Gesichtet wurden die Mutter-Kalb-Paare entlang der Küste im Südosten der USA, von North Carolina bis Florida.
Besonders bemerkenswert: 20 der 23 Muttertiere hatten schon einmal Nachwuchs. Bei vielen liegt der Abstand zwischen den Geburten inzwischen wieder näher am gesunden Rhythmus von 3 bis 4 Jahren — statt der zuletzt üblichen 7 bis 10 Jahre. Forscher werten das als Zeichen, dass sich die Tiere unter etwas besseren Bedingungen fortpflanzen können.
Mit geschätzt nur noch rund 384 Tieren weltweit, darunter etwa 70 fortpflanzungsfähige Weibchen, bleibt die Art vom Aussterben bedroht — Schiffskollisionen und Verstrickungen in Fischereigeräten sind weiterhin die größten Gefahren. Doch jedes Kalb zählt, und diese Saison zeigt, dass sich der Bestand erholen kann. 🐋