Zwischen Rieshofen und Pfalzpaint im Landkreis Eichstätt wurde die Altmühl auf rund 500 Metern naturnah umgestaltet: Die Ufersicherung aus Wasserbausteinen kam weg, dafür kamen strömungslenkende Strukturen und Totholz ins Gewässer — wichtige Rückzugsorte für Fische. Von 2021 bis 2025 haben das Bayerische Landesamt für Umwelt und das Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt den Erfolg untersucht und mit einem noch verbauten Abschnitt verglichen.
Das Ergebnis: deutlich mehr Fischarten und meist höhere Bestandsdichten typischer Altmühlarten wie Laube, Rotauge, Döbel und Nase — dazu ein starker Anstieg der Jungfische, ein Zeichen für bessere Laichplätze. Auch die wirbellosen Kleintiere profitieren sichtbar von den neuen Lebensräumen.
Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 rund 25.000 Kilometer Flüsse wieder frei fließen zu lassen. Die Altmühl zeigt: Es funktioniert — und oft schneller, als man denkt. 🐟
Manchmal muss man der Natur einfach nur wieder Platz machen.